Interview mit Unternehmer und Trader Martin Brosy

Trademy

Was macht einen erfolgreichen Trader aus? Welche Branchen sind zukunftsträchtig? Wo kann ich mich zum Trader ausbilden lassen? Diese Fragen wird dir unserer heutiger Gast Martin Brosy beantworten. Ich durfte Martin bereits auf einem Event persönlich kennenlernen. Bevor wir mit dem Interview beginnen, stelle dich doch in einigen Sätzen meinen Lesern kurz vor.

Coach Brosy

Lieber Martin, was machst du, wer bist du, woher kommst du?

Ich lebe in Reutlingen bei Stuttgart und bin gebürtig aus Berlin. Ich bin gefesselt von den Finanzmärkten und deren Einfluss. Bezeichnen würde ich mich als leidenschaftlichen Trader und Unternehmer. Meine größte Schwäche ist mein Hobby. Zum Bedauern meiner Frau sammle ich Uhren. Im September werde ich 32 Jahre alt und habe zum 01.01.2018 mein Marketingunternehmen mit mehreren Millionen Euro Umsatz im Jahr verkauft, um mich neuen unternehmerischen Herausforderungen zu stellen. Ein Projekt davon ist die TRADEMY. Um es kurz und knackig zu formulieren, es handelt sich dabei um eine online Trading Ausbildung mit integrierter Börsensoftware. Dazu am Ende des Interviews dann aber mehr.

Was waren die bisher schönsten Momente beim Traden?

An einen Trade, bzw. Moment kann ich mich noch ganz genau erinnern. Mein Depot war frisch eröffnet und mit 1.000 Euro kapitalisiert. Nicht viel Geld, nur darum ging es mir am Anfang auch nicht. Ich wollte mich mit der Börse, den Mechanismen und meinen Reaktionen vertraut machen. Wie von Geisterhand trieb es mich bereits nach einigen Wochen in Pennystocks. Ich wollte Action, etwas verdienen, schnell und hektisch reich werden. Ich wurde auf die ehemalige Bankenaktie Washington Mutal aufmerksam und war von der Story begeistert. Es gab Gerüchte, dass im Zuge einer außergerichtlichen Einigung mit JP-Morgan die wertlosen Aktien der Bank gegen Aktien von JP-Morgan getauscht werden. In den Börsenforen wurde der Wert so gehypt, dass ich selbst mehr als euphorisch wurde. Gemeinsam mit meinem Bruder verfolgten wir jeden Gerichtstermin live in den Foren. Sobald es Neuigkeiten gab, wurden diese dort sofort gepostet. Meine Erwartungen waren hoch und als im März 2010 der Wert ein neues Hoch erreicht hat, habe ich meine Position aufgestockt. Am Ende war es eine Luftnummer und wenn ich mich richtig entsinne, bin ich bei 18 Cent pro Share mit einen Verlust ausgestiegen.

Das ist nun schon acht Jahre her, aber die Emotionen waren so intensiv, dass ich mich sehr gerne daran erinnere. Sicherlich habe ich einen finanziellen Verlust hinnehmen müssen, habe jedoch eine unschätzbar wertvolle Erfahrung gemacht und diese resultiert aus der Summe deiner Fehler. Heute würde ich nicht mehr in Pennystocks investieren.

Aktienchart der insolventen Bank Washington Mutual
Bild: Aktienchart der insolventen Bank Washington Mutual. Bildquelle: Ariva.de

Was macht für dich einen erfolgreichen Trader aus?

Ein erfolgreicher Trader hat seine Tradingnische gefunden und beherrscht diese in Perfektion. Was unterm Strich bedeutet, dass er regelmäßig seine Ziele erreicht. Diese müssen nicht zwangsläufig monetärer Natur sein. Mehr Zeit mit der Familie oder für das Hobby sind mindestens ebenso erstrebenswert, wie der Porsche vor der Haustür.

Ich muss vom Trading nicht leben. Deshalb definiere ich den Erfolg nicht über die Kosten meines Lebensstandards. Mir genügt ein Nebenverdienst. Allerdings habe ich die Opportunitätskosten im Blick. Wenn ich in der Woche 10 Stunden trade und damit wöchentlich 100 Euro verdienen, dann würde ich das auf Dauer als erfolglos bezeichnen. Würde ich die Zeit in meine Unternehmungen investieren, würde ich vielleicht 500 Euro verdienen. Das ist eine Möglichkeit, für sich selbst den Erfolg zu definieren.

Gibt es Investoren oder Trader, die dich inspirieren?

In der Tat gibt es für mich Vorbilder. Ich denke da zum Beispiel an Michael Burry, Jesse Livermore oder Peter Lynch. Mich haben schon immer Menschen fasziniert, die an etwas Glauben und eine klare Haltung besitzen. Burry wettete beispielsweise 2007 gegen die Immobilienblase in den USA und durchschaute das System mit den Subprime-Krediten. Aber auch Jesse Livermore war eine interessante Persönlichkeit. Er stand mehrmals vor dem Ruin und rappelte sich immer wieder auf. In mein Denken geprägt hat mich auch Peter Lynch. Seine pragmatische Investmentphilosophie begleitet mich bis heute.

Was hältst du von Kryptowährungen?

Die Frage bekomme ich in der letzten Zeit sehr oft gestellt. Ist der Bitcoin die Zukunft? Mit Sicherheit nicht. Wird es DIE eine Kryptowährung geben? Mit Sicherheit. Im Grunde erleben wir gerade eine Neuauflage der Industrialisierung und des neuen Marktes. Damals schossen die Eisenbahngesellschaften nur so wie Pilze aus den Boden. Am Ende konnte sich eine Handvoll behaupten. Ähnliches erlebten wir 2000 mit den Internet-Start-Ups. Zum Schluss blieben einige Unternehmen übrig und lancierten zu global Playern. Jeder wirkt bei einem ICO mit und glaubt das nächste große Ding auf die Spur zu bringen. Am Ende zielt das alles auf die Dumb-Money ab. Vom aktuellen Treiben halte ich also nichts. Krypto wird in Zukunft aber eine Rolle spielen.

Welchen Branchen traust du in Zukunft zu, wirklich nachhaltiges Wachstum zu generieren?

Ich bin ein riesen Fan von Amazon, der deutschen Post, Daimler, Tesla, Facebook und Alphabet. Eigentlich Klassiker. Wirklich aussichtsreich erachte ich Unternehmen aus dem Bereich eSports, virtual Reality und KI. Michael Burry ist im Bereich Wasser stark engagiert. Auch wenn es ein Streitthema ist, der Gedanke ist nicht verkehrt. Hier treffen Moral und Profit aufeinander. Die Entscheidung liegt natürlich bei jedem selbst. Ähnlich ist es mit Firmen aus der Rüstungsindustrie.

Sell in may and go away but don´t forget to remember to come back in September…. Ist da was dran?

Zwischen Mai und Mitte September vergnügte sich die englische Oberschicht nicht mit dem Spekulieren auf Aktienkurse, sondern beschäftigte sich mit Wetten auf Pferderennen. Untersuchungen bis ins 21. Jahrhundert haben gezeigt, das an dem Sprichwort tatsächlich etwas dran ist. Leicht bessere Renditen lassen sich erzielen, wenn im November und nicht im September erneut in den Markt eingestiegen wird. Die Weisheit bewahrheitet sich immer dann, wenn der Bullenmarkt besonders stark ist. Die Anomalie darf jedoch nicht als profitable Strategie verstanden werden. Der Markt kann damit dauerhaft nicht geschlagen werden.

Du erwähntest die Trading Ausbildung TRADEMY. Warum soll ich mich dort anmelden?

Trader Zertifikat von TRADEMY
Bild: Du kannst dich unteranderem zum News-Trader ausbilden lassen. Bildquelle: Trademy.de

Als Gründer der TRADEMY muss ich natürlich von dem Produkt schwärmen. Im Ernst, die Trading Ausbildung umfasst mittlerweile 240 Videos, 150 Zwischenprüfungen und sechs Möglichkeiten zur Zertifizierung. Alles ist zu jeder Tag- und Nachtzeit abrufbar. Die Inhalte erstrecken sich von der Fundamentalanalyse bis hin zur Markttechnik. Stolz bin ich auch auf die Bücherzusammenfassungen. Wir lesen regelmäßig Tradingbücher und fassen diese in sechzig minütige Videos zusammen. Alles also sehr ausführlich. Anders als manche vielleicht erwarten mögen, kostet die Ausbildung keine hunderte oder sogar tausende Euro. Mit lediglich 27 Euro im Monat stehen dem Mitglied alle Inhalte sofort zur Verfügung. Eine Bindung an den Vertrag über Monate ist nicht notwendig. Fairer geht es in meinen Augen nicht. Für den Austausch mit anderen Mitgliedern, Echtzeitkursen, Nachrichten, einer Watchlist und Chartsignalen gibt es noch unser Trading-Desk. Das ist ebenfalls im Preis von 27 Euro inkludiert. Neben Qualität und einer stabilen browserbasierten Software legen wir viel Wert auf Unabhängigkeit. Der Mitgliederbereich ist komplett werbefrei und enthält nicht einen einzigen Affiliate-Link.

Wow, das klingt sehr gut. Danke Martin für die spannenden Insights. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen.

Weiterhin viel Erfolg

Christian