Aktien kaufen mit wenig Geld – Mit Aktien Geld verdienen.

Mit mit Geld Aktien kaufen

In Deutschland meiden viele Kleinanleger die Börsen. Sollten Menschen mit schmalerer Börse ihr weniges Geld lieber auf einem sicheren Sparbuch deponieren? Es spricht allerdings nichts dagegen, ohne Vermögen im Rücken auch kleinere Summen für sich an der Börse arbeiten zu lassen. Voraussetzung sei allerdings, dass ein Notfallgroschen auf einem Girokonto liege und jederzeit verfügbar sei.

Dennoch meiden gerade in Deutschland Kleinanleger die Börsen besonders gerne. Zwar legen laut einer Forsa-Umfrage über 80 Prozent der Deutschen gelegentlich bis regelmäßig Geld zur Seite, meist Summen unter 250 Euro. Doch der Großteil davon geht auf das Giro- oder Tagesgeldkonto. Nur rund 15 Prozent der Bundesbürger besitzen überhaupt Aktien oder Fondsanteile. Woran also liegt das? In diesem Artikel möchte ich Ihnen aufzeigen, auf welche Dinge sie achten sollten, wenn Sie mit wenig Geld Aktien kaufen möchten.

Andre Kostolany sagte einmal: „Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren.“

Mit Aktien Geld verdienen

Doch auch über Aktien können Sie Geld für Ihre Altersvorsorge sparen und in der Vergangenheit erwirtschafteten Anleger auch mit kleinen Summen eine erheblich bessere Renditen als auf dem Sparbuch. Viele befürchten jedoch, ihr Erspartes könnte sich durch einen Aktiencrash wie 2008 in Luft auflösen. Doch zumindest in der Vergangenheit war diese Sorge dann völlig unbegründet, wenn der Anleger ein paar Dinge berücksichtigte.





  1. Das Geld breit am Aktienmarkt investiert sein
  2. langfristiges Anlegen ist notwendig

Trotz aller Aktiencrashs warfen Investitionen in deutsche Standardwerte (DAX 30) in den vergangenen 50 Jahren stets dann positive Ergebnisse ab, wenn das Geld länger als 13 Jahre angelegt war. Wer Aktien 15 Jahre lang hielt, erzielte beispielsweise wenigstens 2,4 Prozent pro Jahr (1964 bis 1979) und höchstens 15,4 Prozent (1984 bis 1998). Bei 20 Jahren Haltedauer lag die Spanne zwischen 5,4 und 13,5 Prozent pro Jahr. Eine Garantie für die Zukunft ist das natürlich nicht, dennoch ist es ein starkes Indiz.

Langfristig und regelmäßig anlegen

Wer nicht eine größere Summe anlegt, sondern regelmäßig spart, erzielt deutlich rascher positive Ergebnisse – dank des sogenannten Cost-Average-Effekts: Weil die Anleger die gleiche Summe regelmäßig anlegen, kaufen sie in Zeiten, in denen die Kurse hoch sind, weniger Anteile – und in schwierigen Zeiten mehr Anteile eines Papiers. Für einen Anleger, der mit kleinem Geld monatlich in Aktien investiert – „So ist der Einstiegszeitpunkt deshalb völlig unerheblich“ sagen viele Börsenexperten.

Für eine Anlage an der Börse sind auch nicht sofort tausende Euro notwendig. Viele Direktbanken – zum Beispiel Comdirect oder die Consorsbank – bieten Sparpläne an, mit denen die Kunden ab 25 Euro pro Monat Anteile an Aktienfonds kaufen können. Jeder Online Broker hat festgelegte Ausführungstage und Zeiten im Monat an denen die ETFs für Sparpläne gekauft werden. Hier geht zwar Individualität verloren, dafür kann man bereits ab 25,00 Euro in ETF Sparpläne investieren, deren Kurs deutlich darüber liegt. Jedoch sollten sie beachten, dass nicht jeder Online-Broker ETF Sparpläne anbietet.

Die Anleger können mit einem Sparplan anteilig in mehrere hundert Aktien investieren und reduzieren damit das Risiko eines Kaufes einzelner Unternehmensbeteiligungen. Ziel einer solchen Diversifikation ist die Erhöhung von Chancen und/oder ein Abbau von Risiken.

Die Kosten im Auge behalten

Depotgebühren und Ordergebühren

Gerade bei kleinen Sparraten von unter 500 Euro können die Kosten echte Renditekiller sein. Allerdings haben viele Direktbanken die Konditionen für die Sparer zuletzt verbessert, so können Sie u.a. über die OnVista Bank kostenlos in Sparpläne investieren. Wenn Sie jedoch Aktien kaufen möchten, dann ist selbst bei einem sehr günstigen Online-Broker wie LYNX die Minimumgebühr für den Kauf von Aktien von 5,80 Euro ein Grund, warum Sie mit sehr kleinen Sparraten (100 oder weniger im Monat) lieber keine Aktien kaufen sollten. Deutlich teurer sind normale Filialbanken, wo viele ETFs oft erst gar nicht angeboten werden, weil sie den Banken kaum bis gar keine Provisionen bringen.

Abgeltungssteuer erschwert aber seit 2009 das Aktiensparen

Leider ist jedoch seit 2009 die Vermögensbildung mit Aktien, Fonds, ETFs … erheblich schwieriger geworden, denn für alle Käufe seit 1.1.2009 fällt beim Verkauf die von der damaligen großen Koalition eingeführte neue Abgeltungssteuer auf Veräußerungsgewinne an, inklusive Solidaritätszuschlag ca. 26% des erzielten Gewinns.





Sparen über vermögenswirksame Leistungen (VWL)

Wer selbst kleine Summen nicht aufbringen kann, kann oft auch den Chef an seiner Vermögensbildung beteiligen – über vermögenswirksame Leistungen (VWL). Zehn Millionen Arbeitnehmer nehmen sie nicht in Anspruch, obwohl sie dazu berechtigt wären. Je nach Branche oder Betriebsvereinbarung legt der Arbeitgeber zwischen 6,95 und 40 Euro pro Monat extra aufs Gehalt drauf, wenn der Arbeitnehmer das Geld sieben Jahre (sechs Jahre Spardauer, ein Jahr Ruhezeit) in ein Sparprodukt steckt. Die Leistung ist allerdings freiwillig, nicht jeder Betrieb bietet sie an.

Bildquelle: Fotolia, 62585615

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