Trading Strategien: Long, Short oder einfach Trendfolge?

Trendfolgestrategie

Trading Strategien

Immer wieder fragen sich Anleger, ob Sie eher auf ihr Bauchgefühl hören sollen, oder nach einer bestimmten Strategie vorgehen sollten. Der korrekte Weg ist natürlich von Anfang an eine Trading Strategie zu benutzen. Ob diese dann einen fundamentalen oder einen charttechnischen Ansatz hat, ist eher eine Frage der Geschmacksrichtung. Ein Day- und Swingtrader wird eher auf charttechnische Gegebenheiten Wert legen, während ein Positionstrader schon mal gerne mit Fundamentaldaten experimentiert.

Wozu aber eine Strategie?

Eine Strategie vermittelt Stetigkeit. Wenn Sie, sagen wir mal 100 Trades nach einer bestimmten Strategie ausführen, bekommen Sie rasch eine positive oder negative Rückmeldung des Marktes, ob ihr Ansatz gewinnbringend ist oder eher Verluste bringt. Nur wenn Sie immer das Gleiche machen, können Sie Schritt für Schritt ihre Ansätze verfeinern und verbessern.

Long-Position

Wenn ein Anleger eine Long Position eröffnet, wird schlicht und einfach das zugrunde liegende Wertpapier gekauft. Der Trader versucht somit mit steigenden Kursen Gewinne zu erzielen. Hierzu gibt es verschiedenste Produkte, angefangen von Aktien, Optionen, Zertifikate, ETFs und viele mehr.

Short-Position

Wenn ein Anleger eine Short Position eröffnet, wird das zugrunde liegende Wertpapier leerverkauft. Der Trader versucht somit mit fallenden Kursen Gewinne zu erzielen. Doch wie funktioniert das?

Der Leerverkauf von Aktien ist nur bei wenigen Anbietern möglich. Hierzu leiht man sich ein Wertpapier, welches beispielsweise zum Kurs von 100 an der Börse verkauft wird (leeverkauft/Short selling). Fällt der Kurs jetzt auf 80, dann kauft sich der Anleger das Wertpapier an der Börse und gibt sie dem Online-Broker wieder zurück. Somit hat der Anleger in diesem Fall einen Gewinn von 20 gemacht. Erkundigen Sie sich bei der Bank/ beim Online-Broker, ob Sie auch Short Positionen eröffnen können. Dies ist vor allem dann sehr lukrativ, wenn sich die Börse in einem Bärenmarkt befindet.

Hinweis:

Long-Postionen können um maximal 100% fallen – dies würde einem Totalverlust des investierten Kapitals entsprechen. Als Leerverkäufer ist Ihr Risiko jedoch nicht nur auf 100% (Totalverlust) begrenzt, da Aktien theoretisch unbegrenzt steigen können. Ihr Rückauf, welcher zwangsläufig irgendwann erfolgen muss, kann somit sehr teuer werden und deutlich über Ihrem ursprünglichen Verkaufspreis liegen.

Breakout Trading

Bei einem Breakouttrade machen die Kurse knapp vor einem wichtigen Widerstand Halt, um nach einer Verschnaufpause über den Widerstand auszubrechen. Trader, die diese Art des Tradings umsetzen, werden auch Momentum- oder Breakout Trader genannt. Der Ausbruch wird häufig von viel Handelsvolumen begleitet und die Kurse schiessen schlagartig nach oben. Die häufigsten Formationen, die gehandelt werden, sind Dreiecke, Flaggen, Wimpel, Cup an Handle und SKS-Formationen.

Trendfolge Strategien

Hier wird der Ansatz verfolgt, möglichst mit dem Trend des Marktes oder des zu handelnden Instruments zu handeln. Befinden wir uns in einem Aufwärtstrend, so wollen wir eher Longpositionen eingehen und bei einem Abwärtstrend vice versa eher Shortpositionen. Der ganz große Vorteil dieser Strategien ist darin begründet, dass Trends länger halten, als dass sie gebrochen werden. Somit hat dieser Ansatz auch eine wesentlich höhere Erfolgsrate. Die beliebtesten Formationen für Trendfolge Strategien sind Dreiecke, Flaggen und Wimpel.

Gegentrend Strategien

Diese Strategien sind eher sehr erfahrenen Händlern vorbehalten. Es werden stark überkaufte oder überverkaufte Situationen in Märkten gesucht, um scharfe und schnelle Gegenbewegungen auszunutzen. Wenn Sie eine Aktie gekauft haben, welche bereits über 50% gefallen ist, weil Sie denken das war doch ein toller Einstieg, werden Sie bereits des Öfteren hohe Verluste eingesteckt haben. Darum hört man auch an der Börse immer wieder „never catch a falling knife“. An der Börse gibt es so etwas wie „zu teuer“ oder „zu billig“ nicht! Darum sollten solche Situationen nur mit den dafür geeigneten Strategien und nur von sehr erfahrenen Tradern genutzt werden. Die beliebtestens Formationen für Gegentrendstrategien sind SKS-Formationen, Doppelhochs und Doppeltiefs.

Risikohinweis

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