Selfmade ETF Sparplan – Welche Anbieter sind die besten?

ETF Sparpläne gelten als fast perfekte Kombination von Sicherheit und Rendite. Die Durchschnittsrendite ist nicht viel schlechter als mit dem Kauf von Aktien, allerdings muss man sich weitaus weniger mit der Geldanlage befassen und die Gefahr eines Verlustes ist weit geringer.

Warum ETF Sparpläne eine grandiose Idee sind

Mit Aktien ist deutlich mehr Geld zu verdienen als mit festverzinslichen Wertpapieren, das ist nicht nur in der aktuellen Niedrigzinsphase so, sondern in den vergangenen 150 Jahren eher der Standard als die Ausnahme. Zumindest für Anlagezeiträume von mehr als zehn Jahren schlägt die Aktie Sparbücher und Festgelder fast immer.

Das gilt allerdings nicht für alle Aktien, wer Papiere von Phillip Holzmann, der Hanauer Seifenfabrik oder der Karstadt AG besaß, hat viel Geld verloren, wenn er nicht rechtzeitig verkaufte. Auch die Aktionäre von Deutscher Bank oder RWE haben von der positiven Entwicklung der deutschen Aktien nicht profitiert, sondern – auch ohne dass ihr Unternehmen insolvent wurde – viel Geld verloren.

ETF Vorteile

Hier kommen ETFs ins Spiel. Die Abkürzung steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds. Klassischerweise sind ETFs meist Indexfonds, weshalb die Begriffe oft auch synonym verwendet werden. Indexfonds brauchen kein teures Management, sie bilden einfach den Index nach, beispielsweise den DAX. Das streut das Risiko, wer in den DAX investiert, der kauft damit Anteile an 30 Firmen. Beim FAZ-Index sind es sogar 100, beim Euro Stoxx 600 gar 600 aus ganz Europa. Andere ETFs investieren weltweit, wieder andere nur in Schwellen- oder nur in Industrieländern.

Das Risiko von Verlusten ist bei einem langfristigen Engagement deshalb gering. Natürlich kann man mit einem Indexfonds nicht besser abschneiden als der Index. Aber auch nicht schlechter – und schon die reine Logik macht klar, dass nicht alle Fondsmanager überdurchschnittlich gut sein können.

Mittlerweile gibt es mit Smart Beta ETFs auch Fonds, die zwar börsengehandelt sind, aber keinen Index nachbilden. Vielmehr kreieren sie eine Art eigenen Index, sie wählen Aktien aufgrund bestimmter mathematisch abbildbarer Kriterien wie der Dividendenrendite oder dem Umsatzwachstum. Die Gebühren sind meist etwas höher als bei Indexfonds, weil die Auswahl aber weitgehend nach statistischen Kriterien erfolgt ist der Aufwand – und damit auch der Gebührenanteil – weit geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

Sparplan Vorteile

Wer zum falschen Zeitpunkt investierte, konnte aber auch bei einer Abbildung des Index lange Jahre in den roten Zahlen bleiben. Beispielsweise, wenn man direkt vor dem Schwarzen Freitag 1929 oder dem Schwarzen Montag 1987 Aktien kaufte.

Hier hilft das Prinzip des Sparplans. Wer 1987 und 1988 monatlich 100,- DM investiert hat, der kaufte einen Teil seiner Aktie, sagen wir am 18. Oktober 1987, zu überhöhten Preisen. Die zweiten am 18. November bekam er dagegen zu äußerst günstigen Kursen.

Hinzu kommt ein zweiter Vorteil: Weil immer der gleiche Betrag investiert wird, kauft man in Zeiten niedriger Kurse automatisch mehr Anteile. Nehmen wir an, ein ETF-Anteil kostet zunächst 10,-, dann 20,- und schließlich 15,- Euro. Auf den ersten Blick hat keinen Gewinn gemacht, wer erst zu 10,- und dann zu 20,- Euro kaufte. Er hat einmal fünf Euro gewonnen und einmal fünf Euro verloren.

Bei einem monatlichen Investment von 100,- Euro hat er aber zum niedrigeren Kurs zehn Anteile gekauft, zum hohen nur fünf. Am Ende hat er mit 200,- Euro Investment einen Depotbestand von 225,- Euro erreicht und damit 25,- Euro gewonnen.

Sparplan finden

Leider ist die Auswahl an Sparplänen oft beschränkt. Denn nicht jeder ETF ist sparplanfähig. Dazu müssen sich nämlich auch „krumme“ Beträge kaufen lassen. Kostet ein Anteil nicht 10,- oder 20,- Euro, wie in unserem Beispiel, sondern 14,24 Euro, dann erhält man für 100,- Euro 7,0225 Anteile – gerundet wohlgemerkt.

Deshalb bieten Banken und Broker immer nur eine Auswahl an Sparplänen an. Sie selbst können an der Börse oder beim ETF-Emittenten meist selbst nur ganze Anteile kaufen – und nehmen die Restbeträge in die eigenen Bücher. Deshalb haben sie ein Interesse daran, nicht zu viele ETFs als Sparpläne anzubieten.

Selfmade Sparplan

Allerdings kann sich jeder Anleger seinen eigenen Sparplan kreieren. Dafür muss er allerdings seinen Anlagebetrag von Monat zu Monat etwas auf- oder abrunden. Die einfachste Möglichkeit wäre es natürlich, monatlich die gleiche Anzahl von Anteilsscheinen zu kaufen. Doch das würde zum einen den Vorteil zunichtemachen, dass mit einem Sparplan bei niedrigen Kursen mehr Wertpapiere gekauft werden als zu hohen. Außerdem ist es praktisch kaum umsetzbar, wenn die Kurse sich verdoppeln müsste man plötzlich doppelt so viel Geld in den Sparplan einzahlen.

Weil die Gebühren für Einzahlungen in ETF- und Aktien-Sparpläne meist besonders niedrig sind, ist der Selfmade Sparplan aber in den meisten Fällen keine Option.

Damit ein Broker mit den Sparplan-Angeboten mithalten kann, muss er deshalb außergewöhnlich niedrige Gebühren bieten. Das tun aktuell Consorsbank, LYNX Broker, Sparkassen Broker und OnVista Bank. Für uns sind Consorsbank und LYNX Broker klar bester Anbieter von Selfmade ETF Sparplänen. Ein weiteres Testergebnis findest Du auf http://www.etfs.de/.

Fazit

Bester Selfmade ETF Anbieter ist für uns die Consorsbank (DAB Bank). Und über LYNX Broker können Sie im Vergleich ETFS zu günstigen Gebühren kaufen, so das sich der monatliche Kauf von Wertpapieren im Vergleich zu einem regulären Sparplan lohnt. Allerdings müssen sich Anleger selbst um die Investition kümmern. Steigen die Kurse, reduzieren sie die Zahl der gekauften Anteile, fallen sie wird die Anzahl erhöht.

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Selfmade ETF Sparplan – Welche Anbieter sind die besten? - Inside Trading

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*